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Was die neuen Kognihomes können: So wohnen wir in Zukunft!_

March 29, 2018

[ Intelligente Türen, smarte Spiegel und bevormundende Fitnessgeräte?

Immer häufiger stolpern wir über die Frage, wie wir in Zukunft leben werden.

 

Bereits vor 89 Jahren, als in Frankfurt am Main der Architekturkongress „Ciam“ stattfand, auf dem Visionäre aus halb Europa zusammenkamen, stand für die wohl einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts fest: Der Mensch braucht zum einen Raum, Wärme, Licht und Luft, zum anderen sollten Häuser anstelle starrer Strukturen flexibel sein und sich den menschlichen Bedürfnissen anpassen.

 

Der beste Beweis dafür, dass wir längst wissen, dass unser Leben dem ständigen Wandel unterliegt und man darauf lösungsorientiert reagieren muss.

 

Steht die Smart Home Industrie kurz vor dem Durchbruch?

 

Jein. Im Alltag werden wir nach wie vor mit dem Problem konfrontiert, dass die meisten Produkte für unsere Ansprüche noch nicht flexibel genug sind.

 

Warum das so ist?

 

Damit ein Wohnraum perfekt auf die menschlichen Bedürfnisse angepasst werden kann, benötigen die

Unternehmen – neben dem Produkt (Asset) – eines: Kenntnisse über den Bewohner (in Form von Daten), also weg von der Zielgruppen- hin zur individuellen Einzelkundenleistung. User-Daten ermöglichen ein individuelles Angebot oder eine individuelle Leistung, die der Kunde im Moment oder zukünftig benötigt. Allerdings müssen sich Hersteller Einblicke in dessen sogenannte „Hidden Secrets“ verschaffen, um Zustand des Kunden, versteckte Vorlieben oder Abneigungen herauszufinden. Nur mit Hilfe von Daten ist es möglich, intelligente Produkte zu entwickeln, die perfekt an unsere Bedürfnisse angepasst sind.

 

Und wie gelangen die Unternehmen an die benötigten Daten?

 

Wir versuchen es mit einem Fun-Fact und werfen mutig einen Blick auf den Sanitärbereich: Wären Toiletten nicht die perfekten Datenlieferanten –  wo doch kaum etwas mehr über einen Menschen verrät als sein „Biobreak“? Unkonventionelles „DNA-Screening“ ist ein großer Schritt in Sachen Transparenz und die Auswertung wäre die Basis für den künstlich intelligente Speiseplan. Ein Tablet zeigt den idaelen Nahrungsplan an, bestellt Zutaten eigenständig und hilft dem and „I do it myself“ Kochwilligen bei der Zubereitung.

 

Eines steht fest: Auch Smart Homes sind ein klarer Fall von Datafizierung -dem modernen, technologischen Trend, der viele Aspekte unseres Lebens in computerisierte Daten verwandelt. Wie auch immer die Unternehmen zu den Daten kommen werden: Man kann davon ausgehen, dass die unterschiedlichsten Technologien in den kommenden Jahren immer mehr in unseren Wohnraum integriert sein werden. Hallo Superbude!

 

Während bisherige Smart-Home-Lösungen meist noch aus Einzelkomponenten aufgebaut sind – sei es die Heizung, das Licht oder die Jalousien die einzeln gesteuert werden – so wird in Zukunft nicht nur alles miteinander verbunden sein, sondern uns aktiv in unserem Zuhause unterstützen, das heißt, uns helfen, Familie, Gesundheit und Beruf miteinander zu vereinbaren.

 

Wohnraum ist dann längst nicht mehr nur ein Gebäude, sondern vielmehr ein „Partner“. Und wie es in einer gut funktionierenden Beziehung sein sollte, weiß auch die Wohnung bestens über unsere Bedürfnisse und Gewohnheiten Bescheid, stellt sich auf uns ein und lernt vorausschauend aus unserem Verhalten: Sei es die Raumluft, Zimmertemperatur oder Beleuchtung – alles wird dann schon so eingestellt sein, dass wir uns wohlfühlen, wenn wir nach Feierabend nach Hause kommen.

 

Ein Team des Citec-Exzellenzclusters der Universität Bielefeld hat jetzt ein Apartment mit moderner Technik aufgerüstet. Und zwar so, wie sie sich das typische Smart Home im Jahr 2024 vorstellen: Das "Kognihome". Hier wird prophezeit, dass der kleine Stahlhocker "mobilo", der ähnlich wie ein Staubsauger-Roboter automatisch Wasserkisten von der Eingangstür in die Küche fährt, künftig auch bei einem Candle-Light-Dinner das Menü servieren könnte.

 

Doch statt einer großen Roboter-Überraschungsparty oder der Kommandobrücke aus dem Raumschiff Enterprise sieht man: eine ganz gewöhnliche Wohnung. 70 Quadratmeter, Eichenparkett, eine L-förmige Wohnküche, dazu Schlaf- und Badezimmer. Keine Elektronik-Kästen, die an den weißen Wänden hängen, keine Kabel, die an der weißen Decke verlaufen. Nichts surrt, blinkt oder piept. Zehn Rechner sind in der Wohnung verbaut, irgendwo, man sieht und hört sie nicht. Dass dennoch alles mit allem vernetzt ist, zeigt Cora. Sie ist die „virtuelle Dialogassistentin", überall in der Wohnung kann man mit ihr reden. Cora erinnert an Termine, liest Zeitungsartikel vor und weiß, was am Abend im Kino läuft.

 

Und da ist dieser multifunktionale Spiegel - zugleich auch Bildschirm, der über eine angeschlossene Kamera ein Video aufnehmen kann, auf dem man sich von hinten anschauen, die eigene Kleidung live in anderen Farben anzeigen lassen oder diese virtuell anprobieren kann. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste im ganzen Land?

 

Die Küche ist mit intelligenten Geräten ausgestattet – seien es hochfahrende Küchenzeilen, aufgehende Türen oder selbstöffnende Schubladen.

 

Werden wir in wenigen Jahren, wenn die digitale Demenz weiter zunimmt, alle so vergesslich sein, dass wir nicht mal mehr wissen, wo die Töpfe sind? Ist dem Durchschnittsmenschen nicht mehr zuzutrauen, dass er Eier verquirlen oder den Ofen vorheizen kann?

 

Überhaupt sind viele Funktionen im Kognihome der eigenen Vergesslichkeit geschuldet. Die Tür erinnert, welches Wetter draußen ist, wann die nächste Bahn fährt und ob der Ofen aus ist. Die Garderobe erinnert daran, noch eine Weste überzuziehen und der Fitnesssessel ermahnt zu richtiger Körperhaltung.

 

"Nicht alles, was wir verbaut haben, braucht der Mensch. (...) Das sind ganz individuelle Assistenzlösungen. Die Vision ist, dass einen das Kognihome von klein auf bis ins hohe Alter begleitet und so lange von uns lernt", erklärt Thorsten Jungeblut, Projektkoordinator des Kognihomes.

 

Werft doch einfach mal einen Blick auf die „kluge Bude“ und findet selbst Antworten auf die Frage, wie wir vielleicht mal leben werden: Link

 

Und hier erklärt unser Kunde Electrolux das Smart Home der Zukunft: Link

 

 

 

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